Pilzkaffee: „Kaffee fürs Gehirn“ oder teures Marketing? Ehrlich über Hericium

Unsere Ernährungsberaterin ·

Hand hält eine Tasse Kaffee mit Latte Art auf einer pilzförmigen Untertasse – Pilzkaffee und Hericium

Pilzkaffee verspricht Fokus ohne Nervosität und „Energie fürs Gehirn“. Wir klären, was dahintersteckt, welche Wirkung und welche Risiken bei Pilzkaffee belegt sind, was über Hericium (Igelstachelbart) bekannt ist und wie Sie das Getränk in zwei Wochen an sich selbst testen.

Fragen und Antworten

Was ist Pilzkaffee?
Normaler gemahlener oder löslicher Kaffee mit getrockneten Pilzextrakten – meist Hericium (Igelstachelbart), Reishi, Chaga oder Cordyceps. Er enthält weniger Koffein als normaler Kaffee und kostet etwa doppelt so viel.
Welche Wirkung und welche Risiken hat Pilzkaffee?
Zuverlässige Studien zum Getränk selbst gibt es kaum: Es ist unklar, ob die Pilzinhaltsstoffe Verarbeitung und Aufbrühen überstehen. Mögliche Nachteile sind Verdauungsbeschwerden und Pilzallergien, und Chaga ist reich an Oxalaten, was bei Nierenproblemen wichtig ist.
Wofür wird Hericium zugesetzt?
Er wird als Pilz „fürs Gehirn“ verkauft: In Laborversuchen regten seine Inhaltsstoffe den Nervenwachstumsfaktor an. Studien am Menschen gibt es sehr wenige, deshalb ist es zu früh, von einer belegten Wirkung auf Gedächtnis und Fokus zu sprechen.
Kann man Kaffee mit Hericium täglich trinken?
Den meisten gesunden Menschen schadet eine Tasse am Tag wahrscheinlich nicht, sofern keine Pilzallergie besteht. Wenn Sie Arzneimittel oder Nahrungsergänzungen einnehmen, Nierenprobleme haben oder schwanger sind, besprechen Sie das zuerst mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

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