Koffein im Tee: Grüner Tee, Oolong und schwarzer Tee im Vergleich

Unsere Ernährungsberaterin · · Aktualisiert am 29. September 2026

Drei Tassen Tee – grüner Tee, Oolong und schwarzer Tee – auf einem Holztisch

Koffein im Tee steckt fast immer drin, aber pro Tasse ist es weniger als im Kaffee, und es wirkt sanfter. Wie viel Koffein grüner, schwarzer Tee und Oolong enthalten, welche Rolle L-Theanin spielt und wie viele Tassen am Tag als vernünftig gelten.

Koffein im Tee ist der Hauptgrund, warum eine Tasse Tee wach macht – doch in einer Tasse Tee steckt im Schnitt deutlich weniger davon als in einer Tasse Kaffee. In Taiwan, China und Japan trinkt man den ganzen Tag Tee, und viele merken, dass er eine gleichmäßigere Energie gibt. Dafür gibt es eine Erklärung: Sowohl die Koffeinmenge als auch die Zusammensetzung des Getränks sind anders.

Wie viel Koffein ist im schwarzen und grünen Tee?

Im Schnitt enthält eine Tasse aufgebrühter schwarzer Tee (237 ml) etwa 47 mg Koffein, grüner Tee etwa 28 mg, eine Tasse aufgebrühter Kaffee dagegen etwa 96 mg (Mayo Clinic). Oolong liegt meist zwischen grünem und schwarzem Tee (Caffeine Informer).

  • Die Werte hängen stark von Sorte, Blattmenge, Wassertemperatur und Ziehzeit ab.
  • Je länger der Tee zieht, desto mehr Koffein geht ins Getränk über.
  • Weitere Aufgüsse desselben Blatts enthalten meist weniger Koffein.

Koffein im grünen Tee: Warum ist es weniger?

Grüner Tee wird meist mit kühlerem Wasser aufgebrüht und zieht nur kurz, deshalb landet weniger Koffein in der Tasse. Brüht man ihn stark und lange auf, schrumpft der Unterschied zum schwarzen Tee.

Der Satz „Grüner Tee macht nicht wach“ stimmt deshalb nicht ganz. Er wirkt sanfter, aber ein starker grüner Tee am Abend kann den Schlaf genauso stören wie schwarzer.

Bei Pu-Erh und anderen dunklen Tees ist es ähnlich: Sie enthalten Koffein, und die Menge hängt vom Blatt und der Zubereitung ab. Orientieren Sie sich lieber am eigenen Empfinden als an Zahlen auf der Packung.

Koffein in Tee und Kaffee: Was ist der Unterschied?

Der wichtigste Unterschied liegt nicht nur in der Koffeinmenge, sondern im L-Theanin, einer Aminosäure aus dem Teeblatt. In einer Studie mit einer Kombination aus Koffein und L-Theanin lösten die Teilnehmenden Aufmerksamkeitsaufgaben besser und berichteten von mehr Wachheit (Studie auf PubMed).

Deshalb beschreiben viele die Wirkung von Tee als „ruhige Konzentration“ und die von Kaffee als abrupteren Schub. Wie Kaffee den Schlaf beeinflusst und wie viele Tassen als normal gelten, lesen Sie im Artikel „Kaffee und Gesundheit“.

Warum macht Tee sanfter wach als Kaffee?

Weniger Koffein pro Tasse plus L-Theanin – das ist das ganze Geheimnis. Außerdem trinkt man Tee meist langsam und in kleinen Portionen über den Tag verteilt, sodass das Koffein nach und nach aufgenommen wird.

Ein weiterer Faktor ist die Gewöhnung. Wer jeden Tag viel Kaffee trinkt, gewöhnt sich an höhere Dosen, und eine Tasse Tee ist dann kaum spürbar. Das heißt nicht, dass Tee kein Koffein enthält – die Wirkung ist nur sanfter.

  • Geringere Dosis – kein abrupter Wachheitsschub.
  • L-Theanin – ein Gefühl ruhiger Aufmerksamkeit.
  • Ritual – Aufbrühen und Teetrinken schaffen für sich schon eine Pause.

Wie viele Tassen Tee am Tag sind vernünftig?

Für die meisten gesunden Erwachsenen gelten bis zu 400 mg Koffein pro Tag aus allen Quellen als unbedenklich (Mayo Clinic). Zählen sollten Sie aber alles zusammen: Tee, Kaffee, Cola, Energydrinks und Schokolade.

Wenn Sie gegen Abend ein Tief spüren und Lust auf Süßes haben, liegt es vielleicht nicht am Tee, sondern am Essrhythmus. Mehr dazu in den Artikeln „Zucker und Energie“ und „Energie am Tag ohne Kaffee“.

Wie trinkt man Tee, ohne den Schlaf zu stören?

Starken Tee trinken Sie besser in der ersten Tageshälfte, abends eher koffeinfreie Kräutertees. Wer empfindlich auf Koffein reagiert, sollte beobachten, wie sich eine späte Tasse auf das Einschlafen auswirkt.

Tee ist ein guter Verbündeter, doch Energie entsteht aus Schlaf, Essen und Bewegung. Manche beginnen den Morgen mit dem Drink Cellergize Morning mit Vitaminen und Mineralstoffen (in Schwangerschaft, Stillzeit oder bei Medikamenteneinnahme vorher ärztlichen Rat einholen) und wählen tagsüber Energy Enhancer – laut LifeWave ein Patch für gleichmäßige Energie ohne Koffein. Mehr dazu im Artikel über Energy Enhancer.

Fragen und Antworten

Wie viel Koffein ist im Tee?
Eine Tasse aufgebrühter schwarzer Tee enthält im Schnitt etwa 47 mg Koffein, grüner Tee etwa 28 mg, Oolong liegt dazwischen. Zum Vergleich: Eine Tasse Kaffee hat etwa 96 mg.
Wie heißt das Koffein im Tee?
Früher sprach man oft von „Teein“ oder „Thein“, chemisch ist es aber derselbe Stoff wie im Kaffee. Dass Tee sanfter wirkt, liegt an der geringeren Menge pro Tasse und am L-Theanin.
Warum heißt es, Tee habe mehr Koffein als Kaffee?
Vergleicht man trockenes Blatt und Bohnen nach Gewicht, kann Teeblatt viel Koffein enthalten. Für eine Tasse Tee braucht man aber viel weniger davon, deshalb ist im fertigen Getränk meist weniger Koffein als in einer Tasse Kaffee.
Welcher Tee hat am meisten Koffein?
Meist hat schwarzer Tee am meisten Koffein, grüner weniger, Oolong liegt in der Mitte. Vieles hängt aber von Sorte, Teemenge und Ziehzeit ab.
Kann man abends Tee trinken?
Wählen Sie lieber koffeinfreie Kräutertees oder schwachen Tee. Wenn Sie empfindlich auf Koffein reagieren, sollte die letzte Tasse starken Tee spätestens zur Tagesmitte getrunken werden.

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