Lymphdrainage: Was die Massage wirklich bewirkt – und warum „Entgiften“ nicht klappt

Blog-Redaktion ·

Fachkraft massiert in einem hellen Raum sanft das Bein einer Frau – Lymphdrainage ohne Mythen

Lymphdrainage wird als „Detox“, Abnehmhilfe und Mittel gegen Schwellungen in einer Sitzung beworben. Wir klären, was sie wirklich ist, wer sie tatsächlich braucht, was sie gesunden Menschen bringt, wie Sie eine Lymphdrainage im Gesicht selbst machen können – und wo die Wissenschaft endet und das Marketing beginnt.

Fragen und Antworten

Lymphdrainage – was ist das?
Das ist eine sanfte Massage mit leichtem Druck, die überschüssige Flüssigkeit aus geschwollenem Gewebe zu den Lymphknoten leitet. Ursprünglich wird sie bei Lymphödemen eingesetzt – etwa nach Brustoperationen wegen Krebs –, in Kosmetikstudios ist sie als Anwendung gegen Schwellungen beliebt geworden.
Hilft Lymphdrainage beim Abnehmen?
Nein. Sie kann Schwellungen vorübergehend verringern, sodass der Körper etwas schlanker wirkt, doch es gibt keine Belege, dass eine solche Massage das Gewicht senkt. Das Fett bleibt, wo es ist.
Kann man Lymphdrainage selber machen?
Eine sanfte Selbstmassage von Gesicht und Körper schadet gesunden Menschen in der Regel nicht, wenn der Druck leicht ist und nichts dagegen spricht. Bei Lymphödem, Krebserkrankung, Herz- oder Nierenproblemen oder Blutgerinnseln müssen Technik und die Massage an sich mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen werden.
Wann sollte man keine Lymphdrainage machen?
Laut Cleveland Clinic wird sie bei Blutgerinnseln und tiefer Venenthrombose, Entzündungen von Haut und Unterhautgewebe, Fieber und Infektionen, Herzerkrankungen, Nierenversagen und nach einem Schlaganfall vermieden. In diesen Fällen entscheidet ausschließlich die Ärztin oder der Arzt.

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