Sauerteigbrot gesund oder nur Hype? Was es wirklich kann und für wen es passt

Unsere Ernährungsberaterin ·

Hände schneiden ein rustikales Brot mit dunkler Kruste auf einem Holzbrett – ist Sauerteigbrot gesund?

Ist Sauerteigbrot gesund? In sozialen Medien klingt es wie ein Versprechen: „lässt den Blutzucker nicht steigen“, „rettet den Darm“, „davon kann man essen, so viel man will“. Wir prüfen, was Studien davon bestätigen, worin sich Sauerteig von Hefe unterscheidet und wie Sie kein gewöhnliches Weißbrot mit trendigem Etikett kaufen.

Fragen und Antworten

Was macht Sauerteigbrot gesund?
Die lange Gärung „verbraucht“ einen Teil des Mehlzuckers und verändert die Struktur der Kohlenhydrate etwas, deshalb ist der glykämische Index niedriger als bei Weißbrot. Außerdem entstehen bei der Gärung präbiotische Stoffe, von denen nützliche Darmbakterien leben. Klinische Studien bestätigen bisher aber keinen ausgeprägten gesundheitlichen Nutzen.
Was ist gesünder: Sauerteigbrot oder Hefebrot?
Bei Brot aus demselben Mehl hat Sauerteig einen kleinen Vorteil: einen niedrigeren glykämischen Index und weniger schwer verdauliche Kohlenhydrate. Ein Vollkorn-Hefebrot kann aber gesünder sein als ein helles Sauerteigbrot – das Mehl zählt mehr als die Art der Gärung.
Roggen-Sauerteigbrot: gesund oder ungesund?
Roggen- und Vollkornmehl enthalten mehr Ballaststoffe als Weißmehl, deshalb macht solches Sauerteigbrot meist länger satt. Ungünstig kann es für Menschen mit Zöliakie sein – das Gluten bleibt enthalten – und für alle, denen Brot ständig Beschwerden macht: Dann sollten Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sprechen.
Ist Sauerteigbrot ein Brot ohne Hefe?
Auch im klassischen Sauerteig leben wilde Hefen und Milchsäurebakterien – sie kommen nur nicht aus dem Päckchen. „Ohne Hefe“ auf dem Etikett bedeutet meist „ohne zugesetzte Backhefe“. Stehen sowohl Sauerteig als auch Hefe in der Zutatenliste, ist es eher ein Brot „im Sauerteig-Stil“.

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