Fellwechsel bei Hund und Katze: Fell- und Hautpflege zwischen den Jahreszeiten

Beratender Tierarzt · · Aktualisiert am 29. September 2026

Halter bürstet das Fell des Hundes – Pflege im Fellwechsel

Der Fellwechsel bei Hunden und Katzen fällt im Frühling und Herbst besonders auf – beim Hund oft auch im Winter. Wir zeigen, wie lange der Fellwechsel dauert, wie Sie ihn mit regelmäßiger Pflege erleichtern und worauf Sie beim Zustand der Haut achten sollten.

Der Fellwechsel bei Hunden und Katzen ist ein natürlicher Wechsel des Haarkleids, der bei den meisten Rassen im Frühling und Herbst stärker wird; beim Hund in der warmen Wohnung zieht er sich oft bis in den Winter. Erleichtern lässt er sich durch regelmäßiges Bürsten, richtiges Baden, ausgewogenes Futter und normale Luftfeuchtigkeit zu Hause.

Regelmäßige Pflege in dieser Zeit erleichtert dem Tier und dem Halter das Leben: weniger Haare in der Wohnung, weniger Verfilzungen und Juckreiz.

Wie lange dauert der Fellwechsel beim Hund?

Der Höhepunkt des saisonalen Fellwechsels dauert meist einige Wochen, die genaue Dauer hängt aber von Rasse, Dichte der Unterwolle und Haltungsbedingungen ab. Bei Rassen mit dichter Unterwolle ist der Fellwechsel in der Regel auffälliger und länger.

  • Kurzhaarige Hunde verlieren Haare in kleinen Mengen, aber fast ständig.
  • Hunde mit dichter Unterwolle werfen sie massenhaft, in Büscheln ab.
  • Regelmäßiges Bürsten verkürzt den Prozess nicht, macht ihn aber deutlich entspannter.

Warum hat der Hund einen so starken Fellwechsel?

Manchmal ist ein starker Fellwechsel einfach eine Eigenheit von Rasse und Jahreszeit. Er wird aber auch von anderen Faktoren beeinflusst.

  • Trockene Luft in der Wohnung während der Heizperiode.
  • Zu häufiges Baden, das die Haut austrocknet.
  • Unausgewogenes Futter.
  • Stress – Umzug, Veränderungen im Haushalt, neue Umgebung.

Wie trockene Luft in der Wohnung auf die Haut wirkt, lesen Sie im Artikel „Trockene Luft in der Wohnung im Winter“.

Fellwechsel beim Hund: was hilft gegen Haare in der Wohnung?

Das Wichtigste ist, öfter als sonst zu bürsten: Auf dem Höhepunkt des Fellwechsels täglich oder jeden zweiten Tag. So bleibt die abgestorbene Unterwolle in der Bürste und nicht auf dem Sofa.

  • Spezielle Unterwollbürsten (Furminator) entfernen abgestorbene Unterwolle effektiver als ein normaler Kamm.
  • Für langes Fell nutzen Sie eine Zupfbürste und einen grobzinkigen Kamm, damit keine Verfilzungen entstehen.
  • Baden Sie nicht öfter als für die Rasse empfohlen – zu häufiges Waschen trocknet die Haut aus.
  • Achten Sie auf die Luftfeuchtigkeit zu Hause – trockene Luft verschlechtert im Winter den Zustand der Haut.

Wie beeinflusst das Futter Fell und Haut?

Die Qualität des Fells hängt direkt vom Futter ab. Futter mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterstützt die Gesundheit der Haut und verringert übermäßige Schuppenbildung.

  • Wählen Sie ein Alleinfuttermittel, das zu Alter und Größe des Tieres passt.
  • Wechseln Sie das Futter nicht abrupt – stellen Sie allmählich auf neues Futter um.
  • Besprechen Sie Ergänzungen mit dem Tierarzt, statt sie selbst auszuwählen.

Mehr zum Zusammenhang zwischen Futter und dem Zustand von Haut und Fell bei VCA Animal Hospitals, Tipps zur Pflege im Fellwechsel bei Banfield Pet Hospital.

Fellwechsel bei Katzen: was ist zu beachten?

Auch Katzen haben einen saisonalen Fellwechsel und putzen sich viel, deshalb verschlucken sie in dieser Zeit häufiger Haare. Regelmäßiges Bürsten hilft, die Menge an Haaren zu verringern, die in ihren Magen gelangt.

  • Bürsten Sie langhaarige Katzen täglich, kurzhaarige mehrmals pro Woche.
  • Gewöhnen Sie die Katze allmählich an die Bürste und hören Sie auf, solange es ihr noch angenehm ist.

Fellwechsel beim Hund im Winter: warum von Sommer auf Winter nicht nach Kalender?

Hunde, die in einer warmen Wohnung leben, bekommen wenige Signale über den Wechsel der Jahreszeit, deshalb kann sich ihr Fellwechsel in die Länge ziehen oder nicht nach Kalender beginnen. Trockene Heizungsluft sorgt zusätzlich für Schuppen. Gibt es dabei keinen Juckreiz, keine kahlen Stellen und keine Rötungen, genügen meist regelmäßiges Bürsten und ein Luftbefeuchter.

Wann ist der Fellwechsel nicht nur ein Fellwechsel?

Bemerken Sie neben starkem Haarausfall kahle Stellen, Hautrötungen, ständigen Juckreiz oder unangenehmen Geruch, ist das ein Grund, das Tier dem Tierarzt vorzustellen, statt alles auf die Jahreszeit zu schieben.

Zur Pflege älterer Hunde lesen Sie den Artikel „Pflege eines älteren Hundes“. Über altersbedingte Hautveränderungen beim Menschen haben wir in „Hautveränderungen im Alter“ geschrieben, und über AcuLife – eine Version der LifeWave-Technologie für Tiere, die laut Unternehmen zur Unterstützung der Aktivität von Haustieren genutzt wird – im Artikel „AcuLife für Hunde, Katzen und Pferde“. Sprechen Sie vor der Anwendung mit dem Tierarzt.

Fragen und Antworten

Wann beginnt der Fellwechsel beim Hund?
Der saisonale Fellwechsel fällt bei den meisten Rassen in Frühling und Herbst, wenn sich das Haarkleid auf die neue Jahreszeit einstellt. Der genaue Zeitpunkt hängt von Rasse, Klima und Haltungsbedingungen ab.
Wie oft haben Hunde Fellwechsel?
Meist gibt es zweimal im Jahr einen ausgeprägten saisonalen Fellwechsel – im Frühling und im Herbst. Dazwischen verlieren viele Hunde ständig ein wenig Haare.
Warum hat mein Hund im Winter Fellwechsel?
Bei Hunden, die in einer warmen, beheizten Wohnung leben, kann der saisonale Rhythmus durcheinandergeraten. Fallen im Winter viele Haare aus und zeigen sich kahle Stellen oder Juckreiz, stellen Sie den Hund dem Tierarzt vor.
Wie oft sollte man das Tier im Fellwechsel bürsten?
Auf dem Höhepunkt des Fellwechsels täglich oder jeden zweiten Tag, sonst genügen je nach Rasse und Felllänge 1–2 Mal pro Woche.
Beeinflusst das Futter die Qualität des Fells?
Ja, der Zustand von Fell und Haut hängt direkt mit dem Futter zusammen. Ausgewogenes Futter mit ausreichend Fettsäuren unterstützt die Gesundheit der Haut.

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