Glutathion-Wirkung: Warum plötzlich alle darüber reden – und was davon stimmt

Glutathion gilt als „Master-Antioxidans“, wird in Kapseln, Sprays und Infusionen verkauft und soll strahlende Haut bringen. Wir schauen ohne Hype auf die Glutathion-Wirkung: was Glutathion ist, wofür der Körper es braucht, was Studien zu Nahrungsergänzungsmitteln tatsächlich gezeigt haben und wie Sie Ihr eigenes Glutathion mit Ernährung und Gewohnheiten unterstützen.
Fragen und Antworten
Was ist Glutathion, einfach erklärt?
Ein Stoff, den der Körper selbst aus drei Aminosäuren aufbaut – Cystein, Glutamat und Glycin. Er kommt in fast jeder Zelle vor und wirkt als Antioxidans: Er hilft den Zellen, mit oxidativem Stress fertigzuwerden.
Wofür braucht der Körper Glutathion?
Es ist am antioxidativen Schutz der Zellen und an der Entgiftung körperfremder Stoffe beteiligt. Den größten Teil des Glutathions bildet die Leber, und mit dem Alter, beim Rauchen und bei häufigem Alkoholkonsum sinkt die Produktion.
In welchen Lebensmitteln steckt am meisten Glutathion?
Als Nahrungsquellen werden am häufigsten Spinat, Avocado und Spargel genannt. Genauso wichtig ist ausreichend Eiweiß, denn Glutathion baut der Körper aus Aminosäuren auf.
Wie kann man Glutathion natürlich erhöhen?
Beginnen Sie mit dem, was es „verbraucht“: nicht rauchen, weniger Alkohol, mehr Gemüse und genug Eiweiß. Nahrungsergänzungen haben den Glutathionspiegel in Studien erhöht, doch der Effekt hielt nur während der Einnahme an – die Entscheidung darüber besprechen Sie am besten ärztlich.
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Quellen
- WebMD — Glutathione: Overview, Uses, Side Effects, Precautions, Interactions
- Richie J.P. et al. — Randomized controlled trial of oral glutathione supplementation on body stores of glutathione (European Journal of Nutrition, 2015)
- Weschawalit S. et al. — Glutathione and its antiaging and antimelanogenic effects (PMC, 2017)