Ist Reiten gesund? Vorteile für Haltung, Gleichgewicht und Stimmung

Beratender Tierarzt · · Aktualisiert am 29. September 2026

Reiterin reitet im Schritt über ein Feld – warum Reiten gesund ist

Reiten ist gesund – nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele: Haltung, Gleichgewicht, frische Luft und Kontakt zum Tier. Wir erklären, wie sich Reiten auf Gesundheit und Figur auswirkt, worauf Einsteiger achten sollten und wie Sie für das Pferd sorgen.

Reiten ist gesund für Körper und Kopf zugleich: Im Sattel arbeiten Rücken-, Bauch- und Beinmuskeln, und die Bewegung des Pferdes „verlangt“ ständig, dass der Körper das Gleichgewicht hält. Eine Metaanalyse von Studien zu Reitangeboten zeigte positive Effekte auf Gleichgewicht und Gehen in verschiedenen Teilnehmergruppen (PubMed).

In Kasachstan ist das Pferd seit Langem Teil der Kultur, und heute ist Reiten auch eine Möglichkeit, sich an der frischen Luft zu bewegen und vom Stadtrhythmus abzuschalten.

Warum ist Reiten gesund?

Vor allem wegen Haltung und Gleichgewicht. Um gerade im Sattel zu sitzen, müssen Sie ständig Rumpf- und Rückenmuskeln einsetzen.

  • Kräftigt die tiefen Rücken- und Bauchmuskeln.
  • Trainiert Gleichgewicht und Koordination: Eine systematische Übersichtsarbeit stellte bei gesunden älteren Menschen nach Reittraining und Übungen auf Reitsimulatoren ein besseres Gleichgewicht fest (ScienceDirect); weitere Übungen im Artikel „Gleichgewicht und Sturzprävention“.
  • Die Arbeit mit dem Pferd – Misten, Putzen, Satteln – ist zusätzliche Alltagsbewegung.
  • Zeit in der Natur und der Umgang mit dem Tier helfen, vom Stress abzuschalten.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Aufmerksamkeit: Um ein Pferd zu lenken, muss man „im Hier und Jetzt“ sein, und viele berichten, dass sich der Kopf nach einer Reitstunde genauso gut erholt wie nach einem Spaziergang.

Ist Reiten gesund für den Körper und die Figur?

Reiten strafft vor allem Bein-, Gesäß-, Rücken- und Bauchmuskeln, und ein gerader Sitz wird mit der Zeit auch außerhalb des Sattels zur Gewohnheit. Am deutlichsten verändert sich die Haltung.

  • Innenseite der Oberschenkel und Gesäß arbeiten, um den Sitz zu halten.
  • Bauch und Rücken stabilisieren den Oberkörper bei jedem Schritt des Pferdes.
  • Trab und Galopp sind intensiver als Schritt.

Das Ergebnis hängt von der Regelmäßigkeit ab: Ein bis zwei Stunden pro Woche mit Reitlehrer und ein aktives Leben außerhalb des Stalls bringen dem Körper mehr als seltene lange Ausritte.

Wenn Sie viel am Computer sitzen, lohnt es sich, das Reiten durch Rückenübungen zu ergänzen: Ideen im Artikel „Haltung am Computer“.

Ist Reiten gesund für Frauen und Männer?

Für beide Geschlechter ist der Nutzen ähnlich: Haltung, Ausdauer, Stimmung – unterschiedlich sind eher die Ziele. Viele Frauen schätzen die sanfte Arbeit der Becken- und Rückenmuskulatur und die Auszeit von der Stadt, Männer die Ausdauer und Beinkraft im Trab und Galopp. Für beide ist der Umgang mit dem Pferd ein guter Weg, vom Stress abzuschalten.

Reiten gesund für den Rücken? Worauf Sie achten sollten

Das größte Risiko sind Stürze. Beginnen Sie deshalb mit Reitlehrer, Helm und einem ruhigen Pferd und steigern Sie die Belastung für Rücken und Knie schrittweise.

Ein guter Reitlehrer bringt Ihnen zuerst den richtigen Sitz und das Lenken im Schritt bei und geht erst zum Trab über, wenn Sie sicher im Gleichgewicht sind.

  • Helm – immer, auch im Schritt.
  • Die ersten Stunden – in der Reithalle und mit Reitlehrer.
  • Wärmen Sie vor dem Reiten Rücken, Hüften und Sprunggelenke auf.

Wie sorgt man für das Pferd?

Das Pferd ist Ihr Partner, und sein Wohlbefinden ist genauso wichtig wie Ihres. Es braucht ständigen Zugang zu Wasser und Raufutter, Bewegung und die Gesellschaft anderer Pferde (Mad Barn).

  • Reiten Sie das Pferd vor der Arbeit im Schritt warm und führen Sie es danach trocken – mehr im Artikel „Pferdeerholung nach dem Training“.
  • Kontrollieren Sie Hufe, Rücken und Sattelzeug vor und nach dem Reiten und planen Sie regelmäßige Termine bei Tierarzt und Hufschmied ein (ASPCA).

Wie unterstützen Sie sich und Ihr Pferd?

Für Pferde mit viel Arbeit ziehen Halter oft AcuLife in Betracht – LifeWave-Patches für Tiere; sprechen Sie vorher mit einem Tierarzt, mehr im Artikel „AcuLife für Hunde, Katzen und Pferde“. Für sich selbst wählen viele nach einem aktiven Tag im Sattel X39 – laut Unternehmen unterstützt er die natürliche Bildung des Peptids GHK-Cu, Energie und Erholung. Die Patches dringen laut Unternehmen nicht in die Haut ein.

Fragen und Antworten

Ist Reiten gesund für Frauen?
Für Frauen ist der Nutzen derselbe wie für alle: Haltung, Gleichgewicht, sanfte Arbeit der Rücken-, Becken- und Beinmuskulatur, frische Luft und Abstand vom Stress. In der Schwangerschaft oder bei Rücken- und Gelenkproblemen sollten Sie das Reiten vorher mit einem Arzt besprechen.
Ab welchem Alter kann man mit dem Reiten anfangen?
Anfangen können Sie in jedem Erwachsenenalter, wenn nichts dagegen spricht. Für ältere Einsteiger sind ein ruhiges Pferd und ein erfahrener Reitlehrer besonders wichtig.
Wie viele Kalorien verbraucht man beim Reiten?
Das hängt von Gangart und Dauer ab: Schritt ist eine leichte Belastung, Trab und Galopp fordern deutlich mehr. Genaue Zahlen sind individuell.
Braucht man einen Helm, wenn man nur Schritt reitet?
Ja, ein Schutzhelm ist immer nötig, auch auf einem ruhigen Pferd und im Schritt.
Wie oft sollte man reiten, um den Nutzen zu spüren?
Regelmäßigkeit ist wichtiger als Dauer: Schon ein bis zwei Stunden pro Woche mit Reitlehrer lassen den Körper sich an den Sattel gewöhnen. Die Belastung wird schrittweise nach Befinden gesteigert.

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