Vagusnerv: Lässt sich das Nervensystem mit 5 Minuten am Tag „neu starten“?

Der Vagusnerv ist zum Star der sozialen Medien geworden: Man „resettet“ ihn mit Eiswasser, Summen und Ohrmassage. Wir erklären, was er wirklich tut, welche Vagusnerv-Übungen sinnvoll sind – und warum 5 Minuten am Tag nur wirken, wenn die übrigen 23 Stunden nicht gegen Sie arbeiten.
Fragen und Antworten
Vagusnerv – was ist das?
Er ist der längste der Hirnnerven: Er verbindet das Gehirn mit Herz, Lunge und Verdauung. Er gehört zum parasympathischen Nervensystem, das dem Körper hilft, nach Stress in einen ruhigen Zustand zurückzukehren.
Wie kann ich den Vagusnerv zu Hause beruhigen?
Am einfachsten mit langsamer Atmung und langer Ausatmung: 4 Takte ein, 6 Takte aus. Auch leises Summen oder Singen, kühles Wasser im Gesicht, eine sanfte Fußmassage und ein ruhiger Spaziergang helfen.
Was ist der Vagustonus?
So nennt man, wie gut das Nervensystem vom „Kampf-oder-Flucht“-Modus in den Ruhemodus umschaltet. Gemessen wird er über die Herzfrequenzvariabilität: Je höher sie ist, desto flexibler reagiert der Körper auf Belastung.
Wie kann ich den Vagusnerv vor dem Schlafen stimulieren?
Dimmen Sie 20–30 Minuten vor dem Schlafen das Licht, legen Sie das Handy weg und atmen Sie 5 Minuten mit langer Ausatmung. Dazu passen leises Summen oder ruhige Musik mit langsamem Rhythmus.