Walking Pad unter dem Schreibtisch: Kann man sich Gesundheit „ergehen“, ohne die Arbeit zu unterbrechen?

Ein Walking Pad unter dem Schreibtisch verspricht das Unmögliche: acht Stunden Arbeit und einen Spaziergang zugleich. Wir klären, was eine Studie der Mayo Clinic gezeigt hat, in welchem Tempo und wie lange Sie am Computer gehen sollten, welche Aufgaben sich im Gehen erledigen lassen und wie Sie statt mehr Energie keinen steifen Nacken bekommen.
Fragen und Antworten
Worin unterscheidet sich ein Walking Pad von einem normalen Laufband?
Es ist flach, hat keine hohen Haltegriffe und ist für Gehen in langsamem bis mittlerem Tempo gedacht, nicht zum Laufen. Man stellt es unter einen Steh- oder höhenverstellbaren Schreibtisch, um gleichzeitig zu gehen und zu arbeiten, und schiebt es nach Feierabend unter das Sofa oder an die Wand.
Was bringt das Gehen auf dem Walking Pad bei der Arbeit?
Vor allem weniger Sitzstunden. In einer kleinen Studie der Mayo Clinic schnitten Menschen, die im Stehen, auf einem Stepper oder auf dem Laufband arbeiteten, in Tests zum logischen Denken besser ab als im Sitzen, und die Tippgenauigkeit litt nicht. Das sind Daten aus einem kurzen Experiment, nicht aus einer Langzeitbeobachtung.
In welchem Tempo geht man auf dem Walking Pad am Schreibtisch?
Für die Arbeit passt langsames Gehen – etwa 2–4 km/h: So lässt es sich leichter tippen und sprechen. Zügiges Gehen mit etwa 4–6,5 km/h eignet sich besser für kurze Abschnitte ohne anspruchsvolle Arbeit.
Wie lange sollte man während der Arbeit auf dem Walking Pad gehen?
Beginnen Sie mit 15–20 Minuten mehrmals am Tag und achten Sie auf Beine und Rücken. ACE, der US-amerikanische Rat für Bewegung, nennt als Orientierung Blöcke von 30–60 Minuten mit Pausen – dorthin sollten Sie sich schrittweise vorarbeiten.